Gibt es Ecken, die du abends lieber meidest? Oder fühlst du dich unwohl, wenn du nachts noch alleine weg bist? Vielleicht hast du ein ungutes Gefühl, wenn deine Kinder ohne Begleitung unterwegs sind? Falls du eine oder mehrere dieser Fragen mit einem “Ja” beantwortest, bist du nicht alleine. Denn das Sicherheitsempfinden der Deutschen hat in den letzten Jahren abgenommen, das Gefühl von Unsicherheit wächst. Und das, obwohl die Statistiken eine andere Sprache sprechen: Demnach ist Deutschland sogar sicherer geworden. 

Wie passt das zusammen? Und was kann man tun, um sich sicherer zu fühlen und sicherer zu sein? 

Gefühl von Unsicherheit wächst

Straftaten nehmen ab

Als Horst Seehofer die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorstellt, hat er gute Nachrichten: Die Zahl der erfassten Straftaten ist erneut gesunken. Und zwar auf den niedrigsten Wert seit Jahrzehnten. Der Minister zieht damit eine positive Bilanz: “Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt.”

Kritik an Kriminalstatistik hingegen nicht

Allerdings ist umstritten, ob die Kriminalstatistik für solche Aussagen genutzt werden kann. Denn vor allem die Dunkelziffer ist bei Straftaten oft sehr hoch. Während ein Kfz-Diebstahl wohl fast immer zur Anzeige gebracht werden dürfte, ist das bei Sexualdelikten äußerst fraglich. Ein Bericht des LKA Niedersachsen legt nahe, dass sexueller Missbrauch nur in ein paar Prozent der Fälle tatsächlich angezeigt wird.

Dementsprechend erfasst die Statistik viele Delikte wohl gar nicht. Und vor allem die Verbrechen bleiben vermutlich im Verborgenen, vor denen die meisten besonders viel Angst haben.

Gefühl von Unsicherheit wächst

Auch aus diesen Gründen überrascht es wenig, dass das persönliche Empfinden vieler Bürgerinnen und Bürger nicht so recht zu den Aussagen von Herrn Seehofer passen mag. Denn das Unsicherheitsempfinden hat in den letzten Jahren zugenommen. Eine mit der Kriminalstatistik vorgestellte Befragung zeigt, dass sich mittlerweile deutlich mehr Menschen in ihrem Wohnumfeld unsicher fühlen.

Vor allem bei Frauen ist die Furcht vor sexuellen Übergriffen merklich gewachsen. Dazu haben wahrscheinlich auch einzelne Vorfälle beigetragen, die medial hohe Wellen geschlagen haben. So dürfte den meisten von uns die Berichterstattung über die Silvesternacht 2015 noch in Erinnerung sein.

Maßnahmen für mehr Sicherheit

Um eines klar zu stellen: Herr Seehofer dürfte mit seiner Aussage nicht falsch liegen, wonach Deutschland durchaus ein sicheres Land ist. Ob die Kriminalstatistik das wirklich sinnvoll belegt, sei einmal dahingestellt.

Dennoch sollte man das steigende Gefühl von Unsicherheit ernst nehmen. Aber natürlich kann auch jeder von uns etwas dagegen tun. Denn es gibt zum Glück Mittel und Wege, die eigene Sicherheit zu erhöhen. Selbstverständlich gehört dazu, sich mit dem Thema Selbstverteidigung auseinanderzusetzen. Und zu lernen, Situationen frühzeitig zu entschärfen. Etwa durch Deeskalation.

Daneben gibt es Hilfsmittel, die die eigene Sicherheit erhöhen und damit auch das Gefühl von Unsicherheit nehmen können. Ein Beispiel hierfür ist die Trinity.Town App come.home.safe. Diese hilft dir, Gefahren zu vermeiden und einander beizustehen, wenn es darauf ankommt.