Bereits Sunzi stellt in seiner “Kunst des Krieges” fest, dass der klügste Krieger der ist, der niemals kämpfen muss. Dies gilt auch heute noch für die Selbstverteidigung. Denn ein Konflikt auf der Straße bedeutet nicht nur Gefahr für Leib und Leben, sondern kann zudem straf- und zivilrechtliche Folgen haben.  

Wir stellen dir hier deshalb Ansätze vor, mit denen du körperliche Auseinandersetzungen vermeiden kannst. 

Körperliche Auseinandersetzungen vermeiden ist gut für die eigene Gesundheit

Warum du körperliche Auseinandersetzungen vermeiden solltest…

Auseinandersetzungen gewaltfrei zu lösen spielt eine wichtige Rolle in der Selbstverteidigung. Und dafür gibt es gute Gründe. 

Zum einen hat ein Übergriff auf der Straße wenig mit einem Wettkampf zu tun. So kann sich ein Kampfsportler auf sein Gegenüber vorbereiten. Ort, Zeit und Regeln sind allen Beteiligten im Vorfeld bekannt. Im Gegensatz hierzu sind die Rollen auf der Straße klar verteilt. Der Angreifer entscheidet über das ob, wie und wo. Auf fremde Hilfe können wir nicht zählen. Eher sollten wir mit mehreren Angreifern rechnen. Dies alles erhöht das Risiko für unsere eigene Gesundheit.  

Zum anderen haben solche Konflikte oft noch ein rechtliches Nachspiel. Denn das Notwehrrecht sieht zwar die Möglichkeit vor, sich eines Angriffes zu erwehren, setzt aber auch Grenzen. Und ob unsere Verhalten tatsächlich erforderlich war, um einen gegenwärtigen Angriff abzuwehren, entscheidet letztlich ein Richter. Hier spielt nicht zuletzt die Verhältnismäßigkeit eine Rolle.  

…und welche Möglichkeiten es hierzu gibt

Unser Ziel sollte also immer sein, eine körperliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Und zwar egal, wie lange wir schon Kampfsport betreiben und wie sehr vielleicht der eigene Stolz leidet. Hierzu gibt es drei Möglichkeiten:

Vorbeugende Maßnahmen

Prävention ist stets der beste Ansatz, um Ärger zu vermeiden. 

Denn erfahrungsgemäß lassen sich viele gefährliche Situationen leicht umgehen. Zum Beispiel indem du nachts auf eine Abkürzung durch eine scheinbar menschenleere Unterführung verzichtest. Dafür lohnt sich in der Regel ein kleiner Umweg. Oder man gibt doch etwas Geld für ein Taxi aus, anstatt noch alleine eine halbe Stunde an einer dunklen Haltestelle auf den Bus zu warten.

Konflikte im Keim ersticken

Selbst wenn du den Kontakt mit einer aggressiven Person nicht vermeiden kannst, besteht oft noch die Möglichkeit, eine körperliche Auseinandersetzung zu verhindern. Denn Maßnahmen zur Deeskalation können einen Konflikt bereits im Keim ersticken.

Dabei ist es nicht immer einfach, den richtigen Weg zu finden: Während ein sehr forsches Auftreten den Konflikt verschärfen kann, drängt dich ein unsicheres Verhalten in die Opferrolle.

Wir empfehlen daher einen Rückzug aus der Situation, ohne direkt auf dein Gegenüber einzugehen. Beziehe einen unbeteiligten Dritten ein, den du als vermeintlichen Bekannten erkennst und in ein Gespräch verwickelst. Noch einfacher ist der Griff zum Telefon unter dem Vorwand eines erhaltenen Anrufs. Sehr überzeugend geht das übrigens mit unserer App Come.Home.Safe. Hier kannst du dich ganz einfach bei Bedarf anrufen lassen.

Kooperatives Verhalten

Zumindest bei einem Raubüberfall ist es möglich, der Forderung nachzukommen. So dürfte der Verlust eines Wertgegenstandes im Zweifel das kleinere Übel sein, wenn du dafür unbeschadet aus der Situation kommst.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir dir, über einen zweiten Geldbeutel nachzudenken. Den füllst du mit etwas Kleingeld und ein paar wertlosen Karten, die natürlich keine Angaben zu deiner Person enthalten. Bei einem Überfall kannst du ihn dann bereitwillig übergeben.

Fazit

In der Selbstverteidigung gilt: „Sei lieber ein stiller Held als ein toter!“ Das ist sicher etwas drastisch, trifft es aber ganz gut. Denn letztlich geht es darum, das Gleichgewicht zwischen gesundem Selbstbewusstsein und ungesundem Geltungsbewusstsein zu schulen.

Wir empfehlen dir daher, körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Das erspart dir zumindest viel Ärger.